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Process · Studies


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"Fortunato Depero Subway 11"

(AT: Gegenspieler) 

Fortunato Depero Subway 11

(AT Gegenspieler)

 

Der Arbeitstitel war "Gegenspieler".

Aus dem vorgegebenen Thema habe ich mich von Streifen, Bewegung, textilen Oberflächen/Muster, geometrischen Schnitten und Futurismus inspirieren lassen. Durch die Auseinandersetzung mit der experimentellen plastischen Gestaltung wollte ich das starre Muster der Streifen durch geometrische Schnitte aufbrechen und in Bewegung bringen. Starre und Bewegung, statisch und dynamisch, fest und fließend, Ordnung und Chaos waren gegenspielerische Assoziationen.

Der quadratische Tellerrock ist das Schlüsselmodell der gesamten Arbeit und bildet den Kern der Kollektion. Das Modell besteht auf feinen langen Dreiecken, die in vierfacher Ausfertigung aus einem breiten Streifenstoff präzise zugeschnitten und neu zusammengenäht wurden. Die Schneiderei hatte hervorragende Arbeit geleistet und alles exakt so zusammengesetzt, damit diese grafische Muster im Quadrat entstand. Die meisten weiteren Entwürfe wurden aus diesem Modell abgeleitet, z.B. Fotografien für Siebdrucke sowie textile und formplastische Experimente. Zum Ende des Semesters entstanden mehr als zehn komplette Looks. Später wurde die Arbeit bei Wettbewerben wie dem ITS Trieste eingereicht. Sie wurde in Wien und Düsseldorf gezeigt. 2011 wurde ich für meine konzeptionelle Arbeit mit einem Award von L'Oreal und einem Publikumspreis gleichzeitig ausgezeichnet.

Presentation 


Coré

(AT: Nach dem Fest)

Coré

(AT: Nach dem Fest)

 

Grundlage für die Arbeit war die Biografie "Die göttlichen Marchesa. Leben und Legende der Luisa Casati" von Scot D Ryersson und Michael Orlando Yaccarino.

Davon ausgehend waren die Inspirationen das dekadente und mondäne Leben und die rauschenden Parties der wilden 20er Jahre.

Für die Arbeit wurde besonders Wert auf eine bestimmte  Auswahl an Farben gelegt. Eine Farbinspiration war die Illustration des Künstlers George Barbier "Der unbeständige Vogel/L'Oiseau Volage" aus den Jahren 1912-1914. Die Töne aus Orange, Rot, Petrol, Grün waren voll, gesättigt, lebendig wie Edelsteinfarben und schimmernd metallisch. Dazu kamen Mustermischungen aus diversen Kulturen und diverse textile Verarbeitungstechniken wie Spitze, Lasercut, Häkeln, Stickerei Samt und Mischungen aus den Techniken.

Weitere Inspirationen waren unter anderem ERTÉ, Otto Dix, Les Ballet Russes, Kees van Dongen, Giovanni Boldini, Man Ray, Adolphe de Meyer, Augustus John, Alberto Martini, Giacomo Balla, Fortunato Depero, Paul Poiret, Léon Bakst, Romain Brooks, Ignacio Zuloaga. Das Buch des deutschen Kabarettisten, Kostümforschers, Ethnologe, Illustrators und Malers Carl Max Tilke ergänzte die Inspirationen mit ethnologischen und historischen Kostümschnitten und Gewandformen. 

 

Process

Sketchbook

Presentation



Object "Morphé"

Organza Seide, Garn / silk, thread

Dieses Objekt entstand aus einer Reihe freier formaler Experimente, die sich mit der Frage beschäftigten, wie textile und nichttextile Materialien plastische Räume erzeugen können. Ausgangspunkt war nicht die Gestaltung eines tragbaren Schuhs, sondern die Untersuchung von Formbildungsprozessen zwischen Fläche, Volumen und Körper. Vorausgegangen sind skulpturale Studien in Papier und Nessel.
Der Schuh erscheint dabei weniger als Gebrauchsgegenstand denn als skulpturale Hülle. Die Verwendung von Organza-Seide verleiht dem Objekt eine besondere Ambivalenz: Das Material wirkt zugleich leicht und fragil, besitzt jedoch die Fähigkeit, eigenständige räumliche Strukturen auszubilden. Transparenz und Volumen treten in einen Dialog, bei dem die Grenzen zwischen Innen und Außen, Körper und Umhüllung verschwimmen.
Die entstehenden Formen folgen einer biomorphen Logik, sie erinnern an die schwebenden Schirmstrukturen von Quallen, an sich öffnende Blüten oder die feinen Membranschichten pflanzlicher Organismen. Nicht als direkte Nachahmung, sondern als formale Resonanz: Das Objekt übersetzt organische Strukturprinzipien wie Faltung, Schichtung und Entfaltung in eine eigenständige plastische Sprache, die zwischen textilem Material und skulpturalem Volumen oszilliert.

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