Work

Objects · Sculptures


As we moved our website to a new host, this category is still under construction.


Object "Sphere" (Raum)

Recycelte Denim Mischfaser, Garn/

recycled denim mixed fibre, thread


Exhibition

Process

Press




Object "Bones"

Pottery/Ton

Die Arbeit besteht aus einer Vielzahl kleiner, aus Ton geformter Knochenobjekte. Jeder Knochen wurde einzeln modelliert und weist leichte formale Abweichungen auf. Die serielle Anordnung erinnert an naturwissenschaftliche Sammlungen, anatomische Lehrmittel oder archäologische Fundinventare. Gleichzeitig entzieht sich das Objekt einer eindeutigen Zuordnung: Die Knochen gehören keinem bestimmten Körper, keinem identifizierbaren Lebewesen und keinem konkreten Fundzusammenhang an.

 

In der plastischen Gestaltung wird der Knochen als elementare Form des Tragens, Stützens und Strukturierens untersucht. Als inneres Gerüst des Körpers bleibt er im Alltag meist verborgen und tritt erst durch wissenschaftliche Präparation, Verletzung oder Tod sichtbar hervor. Die Arbeit verschiebt dieses verborgene Innere an die Oberfläche und macht es zum eigentlichen Gegenstand der Betrachtung.

 

Die Wiederholung ähnlicher Formen erzeugt ein Spannungsfeld zwischen Individualität und Systematik. Jeder Knochen ist ein Unikat, gleichzeitig wird er Teil einer größeren Ordnung. Das Objekt bewegt sich dadurch zwischen biologischer Form, skulpturaler Serie und fiktivem Archiv.

 

Der verwendete Ton verstärkt diese Ambivalenz. Das Material stammt aus der Erde und verweist damit sowohl auf den Ursprung als auch auf die Vergänglichkeit organischer Körper. Die gebrannten Knochen erscheinen wie Relikte einer unbekannten Spezies oder Überreste einer imaginären Geschichte. Die Arbeit thematisiert Erinnerung, Materialität und die menschliche Tendenz, durch Sammeln, Ordnen und Klassifizieren Bedeutung zu erzeugen.




Object "Claw"

Ceramic/Keramik

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen natürlicher Form, technischer Reproduktion und skulpturaler Transformation. Ausgangspunkt sind die Beine und Krallen eines Huhns, die als Vorlage für einen keramischen Abguss dienten. Die Inspiration zu dieser Auseinandersetzung entstand nach einem Besuch der antiken Ausgrabungsstätten von Pompeji und Herculaneum, wo konservierte Spuren vergangener Leben Fragen nach Erinnerung, Material und Dauer aufwarfen.

Der Abgussprozess ermöglicht die nahezu präzise Übertragung einer vorhandenen Form. Gleichzeitig entsteht jedoch kein identisches Abbild. Mit der Überführung in Keramik verändert sich der Status des Objekts grundlegend. Was ursprünglich Teil eines lebendigen Körpers war, wird zu einer autonomen plastischen Form. Das biologische Original verliert seine Funktion und wird in ein Artefakt übersetzt.

Die Arbeit greift damit eine zentrale Fragestellung der Bildhauerei auf: Wann ist eine Kopie lediglich Reproduktion und wann wird sie zu einem eigenständigen Werk? Der keramische Abdruck bewahrt jede Falte, jede Schuppe und jede Spur der Oberfläche, erzeugt jedoch durch Materialwechsel, Maßstäblichkeit und Präsentation eine neue Wirklichkeit. Die Form bleibt dieselbe, ihre Bedeutung verschiebt sich.

Die Gegenüberstellung einer matten und einer glasierten Ausführung verstärkt diesen Gedanken. Beide Objekte gehen auf dieselbe Vorlage zurück, entwickeln jedoch unterschiedliche Präsenzen. Die Oberfläche wird zum Träger von Bedeutung und verändert die Wahrnehmung zwischen Fundstück, Präparat, Reliquie und Skulptur.

So bewegt sich die Arbeit zwischen Dokumentation und Fiktion, zwischen Natur und Kultur, zwischen Original und Kopie. Sie versteht plastische Gestaltung nicht als Erfindung neuer Formen, sondern als Transformation vorhandener Wirklichkeiten und als Untersuchung der Prozesse, durch die Objekte Bedeutung erhalten.


Process



Object "Leather Corpus"

Leather/Leder




Object "Morphé"

Organza Seide, Garn / silk, thread

Dieses Objekt entstand aus einer Reihe freier formaler Experimente, die sich mit der Frage beschäftigten, wie textile und nichttextile Materialien plastische Räume erzeugen können. Ausgangspunkt war nicht die Gestaltung eines tragbaren Schuhs, sondern die Untersuchung von Formbildungsprozessen zwischen Fläche, Volumen und Körper. Vorausgegangen sind skulpturale Studien in Papier und Nessel.
Der Schuh erscheint dabei weniger als Gebrauchsgegenstand denn als skulpturale Hülle. Die Verwendung von Organza-Seide verleiht dem Objekt eine besondere Ambivalenz: Das Material wirkt zugleich leicht und fragil, besitzt jedoch die Fähigkeit, eigenständige räumliche Strukturen auszubilden. Transparenz und Volumen treten in einen Dialog, bei dem die Grenzen zwischen Innen und Außen, Körper und Umhüllung verschwimmen.
Die entstehenden Formen folgen einer biomorphen Logik, sie erinnern an die schwebenden Schirmstrukturen von Quallen, an sich öffnende Blüten oder die feinen Membranschichten pflanzlicher Organismen. Nicht als direkte Nachahmung, sondern als formale Resonanz: Das Objekt übersetzt organische Strukturprinzipien wie Faltung, Schichtung und Entfaltung in eine eigenständige plastische Sprache, die zwischen textilem Material und skulpturalem Volumen oszilliert.

Process & Studies